Ein Hauch von Nichts: Ein Spaziergang ohne Unterwäsche

Es ist gar nicht so merkwürdig, ohne Slip durch die Stadt zu spazieren. Im ersten Moment spüre ich nur den warmen Sommerwind, der unter mein Kleid fährt und mich an Stellen streichelt, die sonst von einem dünnen Stück Stoff bedeckt werden. Ich dachte, dass alle Passanten mir mein kleines Geheimnis an der Nasenspitze ansehen könnten. Aber niemand scheint zu ahnen, dass ich heute ohne Unterwäsche durch die Straßen flaniere. Begleitest Du mich auf meinem Spaziergang?

Unten ohne: Das Gefühl, als Frau ohne Unterwäsche unterwegs zu sein

Als ich das Haus verlasse, erlebe ich meinen ersten Schock. Habe ich nicht irgendetwas vergessen? Ist der Herd aus, habe ich den Schlüssel dabei? Dann dämmert mir, dass ich ja gar keine Unterwäsche anhabe. Ich verzichte im Sommer gern auf den BH, aber ohne Höschen habe ich mich noch nie auf die Straße getraut. Was, wenn der Wind mein Kleidchen hochweht oder ich wie Marilyn Monroe über einen Luftschacht schreite?

Aber jetzt ist es zu spät für Zweifel!

Es ist sehr interessant, wie sich fast sofort meine Selbstwahrnehmung verändert. Mit jedem Schritt fühle ich mich mutiger und ein bisschen freier. Alles ist so empfindsam! Meine zarte Haut ist es nicht gewohnt, ohne Barriere aus Stoff aneinander zu reiben. Der Körper reagiert schnell – ich merke, wie mir die Röte ins Gesicht steigt. Fast so, als wäre ich erregt! Vielleicht entspricht das sogar der Wahrheit.

Um das genauer herauszufinden, wage ich mich in die Einkaufsstraße. Bisher sind mir noch nicht besonders viele Menschen begegnet – aber das wird sich gleich ändern.

Unterwegs in geheimer Mission: Ohne Slip, mit Selbstbewusstsein

Je länger ich an der frischen Luft unterwegs bin, desto genauer spüre ich jede kleinste Bewegung. Es kribbelt ganz wunderbar, wenn eine Windböe über die glattrasierte Haut streift. Ich hätte fast Lust, über ein Weizenfeld zu hüpfen und mich von tausend Grashalmen kitzeln zu lassen. Aber gerade bin ich in der Münchner Innenstadt. Keine Felder in Sicht, nur andere Menschen.

Tausend prickelnde Gedanken kommen zu mir. Es ist definitiv kein negatives Gefühl – nur ungewohnt und provokant. Die Scham nagt an mir, aber ich kann die empörten Gedanken ganz gut verdrängen. Ich mache ja nichts Verbotenes! Niemand bemerkt, dass ich keinen Slip trage. Hoffe ich jedenfalls. Oder hoffe ich, DASS es jemand bemerkt? Ich bin mir mittlerweile unsicher.

Mein Selbstbewusstsein schießt mit einem Moment in galaktische Höhen. Ich laufe an einem Schaufenster vorbei und sehe mich selbst in der Reflexion. Wow, ich sehe gut aus! Und der Gedanke an mein kleines Geheimnis macht die Sache nur noch reizvoller. Die Selbstwirkung ist beeindruckend. Ich fühle mich extrem weiblich, verführerisch und ein bisschen unartig. So habe ich mir das vorgestellt!

Die Wirkung nach außen lässt ebenfalls nichts zu wünschen übrig. Ich bin es ja gewohnt, dass sich Männer (und ein paar Frauen) nach mir umdrehen. Aber heute hatte ich das Gefühl, dass ich besonders viele Blicke mit einem Lächeln erwidern durfte. Ich glaube nicht, dass jemand meine Lingerie-Entscheidung bewusst wahrgenommen hat. Aber ich war mit erhobenem Kopf und einem verschmitzten Grinsen unterwegs. Und das wirkt immer sexy!

Der Reiz des Verbotenen: Warum ist es ein Tabu, keine Unterwäsche zu tragen?

Unterwäsche ist eine relativ neue Erfindung. Bis ins frühe 19. Jahrhundert trugen Frauen nur einen langen Unterrock. Lingerie und Wäsche, wie wir sie heute kennen, kamen erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts in Mode. Und selbst damals ging es eher um den hygienischen Aspekt. Wer möchte schon täglich die guten Kleider waschen?

Heute ist es ein regelrechtes Tabu, keine Unterwäsche zu tragen – besonders unter Kleidern und Röcken. Es ist eine wichtige soziale Regel, für Männer und für Frauen. Wer sich nicht daran hält, wird mindestens schief angeschaut. Aber zum Glück merkt ja niemand, wenn ich ganz frech auf den Tanga verzichte. Außer, ich möchte, dass mich jemand erwischt...

Ich war richtig überrascht, als ich vor meinem Experiment ein bisschen recherchiert habe. Wusstest Du, dass Unterwäsche gesundheitlich gar keine Vorteile bringt? Im Gegenteil: (Zu) enge Slips können sich sogar negativ auf den Intimbereich auswirken. Manche Experten empfehlen, gelegentlich oder immer auf Unterwäsche zu verzichten. Ich war meiner Zeit also einfach voraus!

Fazit: Werde ich es noch einmal machen?

Oh ja... das Erlebnis war für mich sehr reizvoll. Ich liebe es, in so direktem Kontakt mit mir selbst zu stehen und meine Körperlichkeit zu spüren. Und der Boost für mein Selbstbewusstsein war mir ebenfalls sehr willkommen. Beim nächsten Mal gehe ich vielleicht ohne Slip shoppen oder in den Park. Oder ich wähle ein noch kürzeres Kleid. Es gibt so viele Möglichkeiten...

Ich kann mir sehr gut vorstellen, auch mal bei einem Date auf schicke Lingerie zu verzichten. Vielleicht findest Du den Gedanken ja reizvoll, mit Deinen Fingern auf Wanderschaft zu gehen. Ich freue mich auf jeden Fall darauf...